Nationaltrainer

Antero Joki

Antero Joki

Von Cornelius Friesendorf

Antero Joki, Trainer des deutschen AIDA Freitauch-Nationalteams, lebt in München. Ins Wasser hat es ihn schon als kleines Kind gezogen, als er mit seinen Eltern die Sommermonate an einem See in Finnland verbrachte. Dieser war nur vier Meter tief, was Antero und seinen Bruder aber nicht davon abhielt, ihn mit Masken zu erkunden. 1992 begann er mit dem Gerätetauchen und schnell auch mit dem Streckentauchen im Pool, ohne zu wissen, dass es sich dabei um die Disziplin Dynamik handelte. Zu dieser Zeit gab es kaum Strukturen und Kurse. 2001 lernte er dann erfahrene Freitaucher kennen, und nach einem ersten Pool-Wettkampf im Jahr darauf folgte 2003 sein erster Tiefenwettkampf, in einem See in Finnland. „Ich war sehr nervös vor dem Tauchgang, schaffte es aber zur Grundplatte, und als ich wieder hochkam, war ich besessen von dem Sport“, erzählt Antero. Seitdem hat Antero an vierzehn (!) Weltmeisterschaften teilgenommen. Seine Leidenschaft ist das Tieftauchen; hierbei fasziniert ihn der Widerspruch, dass der Mensch nur dann tief tauchen kann, wenn er nicht an die Meter denkt, weil sonst die Entspannung leidet.

Als Vorbild nennt er Natalia Molchonova und auch Loïc Leferme, der ihm sagte: „Wenn Du gegen das Meer kämpfst, tritt es Dir in den Hintern.“ Anteros Lieblingsort zum Trainieren ist der See Päijänne in Finnland. Eiskalt und ab 30 Meter Tiefe pechschwarz, findet er die Bedingungen dort ideal! Dann gesteht Antero aber ein, dass er noch lieber am Dean’s Blue Hole auf den Bahamas ist. Sein größter sportlicher Erfolg war ein 100-Meter-Tauchgang in der Disziplin konstantes Gewicht bei der Weltmeisterschaft in Kalamata, Griechenland, im Jahr 2011. Antero ist überzeugt, dass richtiges Training wichtiger ist, als viel Zeit für das Training zu haben. Trotzdem hätte gern mehr Zeit für das Training, und ein nahegelegener Pool wäre auch nicht schlecht.