Stefan Randig

Stefan Randig

Stefan Randig

von Robert Woltmann

Stefan Randig (31) stammt ursprünglich aus Müllheim bei Freiburg. Heute lebt der ausgebildete Holzbildhauer als AIDA Instructor-Trainer auf der philippinischen Insel Panglao (Bohol).

So kam Stefan Randig zum Freitauchen

2006 wollte Stefan eigentlich Jazzgitarre studieren. Um sich in Ruhe auf die anspruchsvolle Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule vorzubereiten, plante er einen sechsmonatigen Dahab-Aufenthalt. Viel Zeit in dem eher beschaulichen Küstenort auf dem Sinai. Über einen Schnuppertauchgang aus Langeweile entdeckte Stefan seine Liebe zum Tauchen. So wurden aus dem geplanten halben Jahr in Dahab zwei Jahre. In dieser Zeit machte er erst seinen Divemaster, begann mit der dort gerade aufkeimenden Freitauchszene zu trainieren und lernte seine heutige Frau Satomi kennen. Nach zwei Jahren Training und Arbeit auf den Malediven kehrten die beiden zunächst nach Dahab zurück, bevor sie 2012 auf die Philippinen zogen und eine Freitauchschule eröffneten.

Was Stefan besonders am Freitauchen gefällt

Für Stefan ist Freitauchen mehr als nur ein Sport. Es ist eine Lebensweise die sich positiv auf viele Bereiche des Lebens wie körperliche Fitness, Ernährung und die mentale Einstellung auswirkt. Eine Praxis, die ihm nie langweilig wird, da es immer etwas gibt, an dem er arbeiten kann.

Stefans Lieblingsdisziplinen

Free Immersion (FIM) und Statik (STA) sind Stefans Lieblingsdisziplinen. FIM, weil es einfach die entspannteste Art des Tieftauchens ist. An STA reizt Stefan die mentale Herausforderung, denn wie bei keiner anderen Disziplin kommt es hier vor allem und ausschließlich auf den Kopf an. Man hat „nichts weiter“ zu tun als den Geist zu beruhigen und den langsam wachsenden Atemreiz auszuhalten.

Wer ist Stefans sportliches Idol?

Von allen Apnoetauchen ist es Sayuri Kinoshita, die Stefan am meisten bewundert. Ihre verspielte, fröhliche und gleichzeitig sehr elegante Art und Weise sich im Wasser zu bewegen, zeugt von einer Einstellung die auch er anstrebt.

An diesen Orten hat Stefan bisher trainiert

Dahab (Ägypten), Malediven, Bali (Indonesien), Philippinen, Japan (vor allem im Pool)

Das sind Stefans größten sportlichen Erfolge

2011: 60m CNF (NR), 72m CWT (NR), 81m FIM (NR), 85m CWT (NR)

2015: 90m FIM (NR)

2016: 92m FIM, 65m CNF (NR)

So sieht Stefans Training aus

Im Winter viel Training im Gym (anaerobes Training mit Gewichten) und Stretching.

Im Pool: DYN, STA, DNF vorwiegend als Techniktraining oder DNF in Kombination mit statischer Apnoe als Simulation eines CNF Tauchgangs. Zweimal im Jahr nimmt sich Stefan je 4-5 Wochen frei für Tiefentraining. Dies besteht aus 3-4 kurze Sessions pro Woche. Eine Session besteht aus 2-3 Warm-Up Tauchgängen und einem tiefen Tauchgang. Anschließend geht’s nach Hause zum Mittagsschläfchen.