Doris Hovermann

Markus Hoppe

Markus Hoppe

von Markus Hoppe

Als gelernte Bauzeichnerin und spätere Bautechnikerin war Doris Hovermann (40) über 13 Jahre

im Beruf tätig. 2005 sollten die Baustellen sowie der Schreibtisch vorerst ohne Doris auskommen müssen. Bereits als leidenschaftliche und fortgeschrittene Gerätetaucherin wagte sie den nächsten Schritt und wurde in einer spanischen Tauchbasis CMAS-Tauchlehrerin. Sehr schnell fand Doris großen Spaß an dem neuen Beruf und bildete fortan fast ein ganzes Jahr in Spanien Taucher aus. Zurück in Deutschland und beruflich wieder als Bautechnikerin angestellt, ließ Doris die Tauchausbildung nie ganz los. Daher gründete sie nebenberuflich eine Tauchschule und zertifizierte von nun an auch in Deutschland angehende sowie bereits fortgeschrittene Gerätetaucher.

Den ersten Kontakt mit dem Apnoetauchen machte die in Bonn wohnende Doris 2009 im Indoortauchcenter in Siegburg. Als inzwischen hauptberufliche Tauchlehrerin beobachtete sie dort mit großer Faszination einen Spaßwettkampf. Die Vorstellung vom Tauchen ohne Gerät ließ Doris von diesem Tag an nicht mehr los.

Prompt wagte sie sich selbst erfolgreich an die ersten Freitauchversuche. Schnell war ihr Ehrgeiz für den neuen Sport geweckt. Sie belegte Kurse, nahm an Wettkämpfen teil, und konnte sich rasch steigern. Im Mittelpunkt steht für Doris aber weiterhin das Unterrichten und Lehren. So absolvierte sie 2010 die Ausbildung zum AIDA Freedive Instructor. Für Doris ist es wichtig, die Faszination am Tauchen ohne Gerät weiterzugeben. Bis heute ist sie vom einzigartigen Wettkampfgedanken im Apnoesport begeistert, denn Unterstützung und hilfreiche Ratschläge der konkurrierenden Athleten werden gern untereinander geboten.

Doris tägliches Training ist sehr durch ihren Beruf geprägt, bei dem sie nicht selten fünf Mal die Woche mit ihren Schülern ins Wasser geht. Darüber hinaus bildet Trockentraining in Form von Tabelleneinheiten und Joggen die Basis ihres Apnoetrainings. Trotz dessen lässt sie keine Gelegenheit aus, auch mal wieder in einem der hiesigen Gewässer gemeinsam mit einem guten Buddy zu trainieren. Ihre Lieblingsdisziplin ist FIM und der dabei einzigartige und harmonische Bewegungsablauf.

Die Freefall-Phase übt auf Doris den größten Reiz beim Apnoetauchen aus. Sie liebt es, sich gleichzeitig vollkommen zu entspannen, dabei aber nie den Fokus und die Konzentration auf den Ablauf des Tauchgangs zu vergessen. Das alles im Einklang ist für sie der Inbegriff eines perfekten Tauchgangs.

Sportliche Idole hat Doris zwar nicht, jedoch hat sie großen Respekt vor jedem, der sich klare Ziele setzt und diese auch unaufhaltsam verfolgt.

Zu Doris größten sportlichen Erfolgen zählen die zwei deutschen Rekorde, welche sie 2013 mit 45 m CWT im See und 2014 mit 48 m CWT im See aufstellte. Gerne erinnert sie sich aber auch an ihre Teilnahme an der AIDA Team WM in Nizza 2012, bei der sie den 7. Platz belegte. 2014 erreichte sie zwei Mal den ersten Platz in Wien bei der Hydrodynamik sowie in Wiesbaden beim RMC.