Medaillensegen bei der Deutschen Hallenmeisterschaft 2016 in Berlin

Vom Präsidenten des AIDA Deutschland e.V.
Andreas Falkenroth

Man kann durchaus sagen, dass die Deutsche Hallenmeisterschaft mit internationaler Beteiligung zu einer Erfolgsstory für manche Athleten wurde.

Geehrt wurden in der Nacht vom 12.11 auf den 13.11. 2016 sowohl die ersten drei Plätze der Einzeldisziplinen Statik, Dynamik und Dynamik ohne Flossen, als auch die drei Erstplatzierten in der Gesamtwertung.

Wenn auch die Teilnehmerzahl der Athleten nicht sehr hoch ausfiel, so waren doch einige hochrangige und vielversprechende Athleten am Start und versprachen einen spannenden Wettkampf.

Besondere Aufmerksamkeit galt einigen Kaderathleten, die in dieser Saison schon einiges geleistet hatten, wie die Teilnahme an der Pool – Weltmeisterschaft in Finnland, die Team WM in Griechenland, oder am Rhein – Main – Cup im Oktober. Ob da für die Treppchenplätze die Kraft noch reichen sollte?

Bei den Damen gingen acht Athletinnen in der ersten Disziplin „Statik“ an den Start. Zwar setzte sich in der Tabelle die Tschechin Katerina Suranska mit 5:52 an die Spitze, doch folgten ihr die deutschen Topathletinnen Dagmar Andres-Brümmer mit 5:25 und Jennifer Wendland mit 4:55 auf den Folgeplätzen und sicherten sich so in der Einzelwertung der Deutschen Meisterschaft die ersten beiden Medaillenplätze. Den dritten Platz ertauchte sich Ute Weinrich mit 4:37.

Herzlichen Glückwunsch also an Dagmar-Andres Brümmer für den Meistertitel in der Einzelwertung „Statik“.

Bei den Herren viel die Teilnehmerzahl in der gleichen Disziplin mit 13 Startern zwar höher aus, doch auch hier, ähnlich wie bei den Damen, setzte sich der für die Slowakei startende Peter Durdik mit 8:01 erstmal klar an die Spitze. Nicht weniger beachtlich setzten dann Kaderathlet Willi Hoffman mit 7:42 und Nicolai Gebhard mit 7:07 ebenfalls Akzente und kamen somit in der Meisterschaftswertung auf die ersten beiden Medaillenplätze. Platz drei holte sich Robert Woltmann mit 6:09, der sich mit seinem zweiten Wettkampf nach einer Auszeit währen der WM beeindruckend zurückmeldete.

Herzlichen Glückwunsch somit an den deutschen Meister der Einzelwertung „Statik“

Willi Hoffmann.

Beim Streckentauchen mit Flossen änderte sich das Bild ein wenig, da die Tabellen jetzt auch von deutschen Athleten angeführt wurden. Auch wenn Dagmar-Andres Brümmer bei den Damen schon Strecken um 180m getaucht war, so setzte sie sich mit den sicher getauchten 150m mit nur einem Meter knapp vor die Lettin Ilona Bardiseva mit 149m auf den ersten Platz. Ihr folgte Maria Unverricht mit 131m, und Ute Weinrich mit 100m, die somit auf den zweiten und dritten Platz der Meisterschaftswertung kamen. Es hatte ganz wenig gefehlt, und Jennifer Wendland hätte diese Disziplin mit 152m für sich entscheiden können, wäre da nicht das Protokoll gewesen, welches nicht so ganz hingehauen hatte. Herzlichen Glückwunsch also wieder an Dagmar-Andres Brümmer – deutsche Meisterin in der Einzelwertung Dynamik.

Bei den Herren gab es hier ein komplett verändertes Bild in der Tabelle, rangelten sich doch gleich fünf deutsche Topathleten vor den ersten Plätzen. Und tatsächlich ging es zwischen den beiden besten deutschen Streckentauchern sehr knapp aus. Jetzt war es Robert Woltmann, der mit sagenhaften 193m nicht nur den Meistertitel in der Einzelwertung und die Tabellenführung holte, sondern auch den Ausnahmeathlet Willi Hoffmann auf den zweiten Platz verwies, der aber nur ganz knapp mit 191m dahinterlag. Dies war insofern bemerkenswert, da man von Willi bereits Strecken von weit über 200m kennt. Und dann drängten auf den Folgeplätzen Arnd Steckenborn mit 156m, was den dritten Medaillenplatz bedeutete, Nicolai Gebhard mit 150m und Cornelius Friesendorf mit 141m. Letzterer feierte während der DM seine 40. weiße Karte in Folge.

Herzlichen Glückwunsch an Robert Woltmann zum Deutschen Meister in der Einzeldisziplin Dynamik.

Wegen der noch bevorstehenden Disziplin 16x50m einerseits – diese wurde im Rahmen der „Langen Nacht des Apnoetauchens“ zum Abschluss durchgeführt – , aber auch der nachlassenden Kräfte wegen andererseits, fanden sich zur Disziplin „Streckentauchen ohne Flossen“ nur noch zwei Athletinnen und sieben Athleten ein.

Bei den Damen waren es Jennifer Wendland, die mit 93m den Meistertitel, und Ute Weinrich mit 54m den zweiten Platz holte. Herzlichen Glückwunsch Jenny!

Bei den Herren, alle sieben deutsche Athleten, schien ein nicht müde werdender Robert Woltmann die richtige Einstellung zu haben und tauchte nach seinen 193m mit Flossen jetzt noch 134m ohne Flossen. Mit dieser enormen Leistung setzte er sich wieder an die Tabellenspitze, und holte sich zum zweiten Mal den Einzeltitel, dieses Mal in DNF.

Doch auch hier war Willi Hoffmann wieder ganz dicht dran und wurde Fizemeister mit beachtlichen 127m. Den dritten Platz sicherte sich Nicolai Gebhardt mit 112m vor dem viertplatzierten Arnd Steckenborn mit 104m.

Nach so vielen Einzeltiteln stellte sich nun die Frage, wer der Gesamtsieger ist und somit gesamtdeutscher Hallenmeister wird?

Die Punkteauszählung ergab folgendes Ergebnis:

Deutsche Hallenmeisterin 2016 ist Dagmar Andreas-Brümmer! Herzlichen Glückwunsch!

Deutscher Hallenmeister 2016 ist Willi Hoffmann! Herzlichen Glückwunsch!